Am 19. Januar: Kundgebung gegen die rassistische Hetze von PEGIDA!

nopegidaAufruf gegen den Aufmarsch der rassistischen PEGIDA-Bewegung am kommenden Montag in Duisburg. Unsere Kundgebung beginnt um 17.30 Uhr auf der Düsseldorfer Straße (am Kaufhof).

Volk vs. Volk – PEGIDA und seine Gegner*innen

PEGIDA ist eine rassistische Wutbürgerbewegung. PEGIDA jammert über „die da oben“, tritt aber nur nach unten. Das gute Alte, das Gewachsene, die Scholle, sehen sie bedroht, durch das Fremde, das sie nicht verstehen. Sie reagieren mit Ressentiments und billiger Panikmache. Mit der Realität haben ihre wahnhaften Anwürfe gegen Zuwanderer*innen nichts zu tun. Manche Politiker*innen suchen erneut das Bündnis mit dem Mob. Ein Bündnis wie jenes, das vor 20 Jahren die Abschaffung des Grundrechts auf Asyl erreicht hat. Umso grotesker ist es, wenn manche Antirassist*innen sich darauf einlassen, mit PEGIDA um Zahlen zu feilschen. Leben hier wirklich so viele Ausländer? Sind die wirklich alle kriminell? Und bekommen die wirklich viel mehr Kinder als wir Deutsche? Und wer ist hier eigentlich das gute, echte Volk? Teile der Medien greifen solche Argumentationen auf und erklären den Rassist*innen, dass Zuwanderung dem Bruttosozialprodukt hilft – dass also auch Geflüchtete irgendwie noch verwertbar seien und den rassistischen deutschen Hetzer*innen nur die falschen Zahlen vorliegen würden. So verkennen sie die Probleme und vor allem die projektiven Elemente von Rassismus und Nationalismus.

Gegen den islamistischen Terror – für eine emanzipatorische Religionskritik

Diesen Unsinn machen wir nicht mit. Und wir wollen PEGIDA auch nicht die Solidarität mit den Opfern des antifreiheitlichen und antisemitischen Terrors von Paris überlassen. Denn PEGIDA hat in der Redaktion von Charlie Hebdo, einem Organ der „Lügenpresse“, mitgeschossen. Die Reaktion auf den islamistischen Terror kann nicht der diffuse Hass auf den Islam sein, sondern muss in einer emanzipatorischen Religionskritik münden. Den Muslimen, die sich darum bemühen, gilt unsere besondere Solidarität. Sowie auch jenen Muslimen und anderen Geflüchteten, die aus Syrien und dem Irak fliehen müssen, weil sie dort von unter anderem deutschen Islamist*innen terrorisiert werden. Denn die ersten Opfer des Islamismus sind immer noch die Muslime selbst. Aus diesem Grund sind wir gegen die Umma und ihre Apologeten und unterstützen all jene, die sich für das Leben und die Emanzipation einsetzen.

Der Rassismus ist ein Problem aus der Mitte der Gesellschaft

PEGIDA NRW hat sich nicht zufällig die Problemstadt Duisburg für den Aufmarsch am kommenden Montag ausgesucht. PRO NRW, AFD und NPD konnten bei der letzten Kommunalwahl mehr als 10 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. In Duisburg sind die Rassist*innen keineswegs Aliens, die von außerhalb über die Stadt hereinbrechen – sie kommen vielmehr aus der Mitte der Gesellschaft. Besonders deutlich wurde das bei der jahrelangen antiziganistischen Stimmungsmache, die von Polizei, Teilen der Presse und „besorgten Bürgern“ gemeinsam betrieben wurde. Auch heute noch ist der Antiziganismus in Duisburg virulent. In Stadtteilen wie Neumühl sind organisierte Neonazis nur Trittbrettfahrer bei den rassistischen Protesten gegen Geflüchtete. Gute Voraussetzungen für PEGIDA.

Lassen wir die rassistische Hetze von PEGIDA nicht unwidersprochen zu. Gegen die rechtsradikalen Parteien im Stadtrat, gegen die xenophobe Stimmungsmache in den Stadtteilen!

Gegen Rassismus und Islamismus – gegen Volk und Umma!

● A2K2 [westliches Ruhrgebiet]
● Crème Critique – Gruppe für emanzipatorische Perspektiven [Duisburg]
● Emanzipatorische Antifa Duisburg
● Initiative gegen Duisburger Zustände

Außerdem gibt es eine Facebook-Veranstaltung zur Kundgebung, auf der aktuelle Informationen veröffentlicht werden.

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