Bis zu 200 gegen Rassismus und Islamismus

– Redebeiträge zu Islamismus und Flüchtlingspolitik
– Kurze, aber heftige Eskalation durch die Polizei zum Abschluss

1Der Aufmarsch der rassistischen PEGIDA-Bewegung war heute Anlass für unsere Kundgebung auf der Düsseldorfer Straße. Die Gelegenheit nutzten wir aber auch für eine breitere Kritik: In Teilen Duisburgs herrscht eine xenophobe Stimmung, dass ganze Jahr über – nicht nur zu bestimmten Anlässen oder Demonstrationen. In mehreren Redebeiträgen wurde auf unserer Kundgebung der Alltagsrassismus, der auch aus der Mitte der Bevölkerung kommt, thematisiert. Andere Redner*innen kritisierten die Festung Europa und die deutsche Flüchtlingspolitik. Als antifaschistische Kundgebung haben wir uns darüber hinaus deutlich gegen Islamismus positioniert – ein Thema, das wir nicht der ressentimentgeladenen Hetze von Rechtsradikalen wie PEGIDA überlassen wollen. Zu der Kundgebung hatten mehrere antirassistische Gruppen aus Duisburg aufgerufen.

Bei unserer Versammlung herrschte ein permanentes Kommen und Gehen, wir gehen daher von insgesamt über 200 Teilnehmer*innen aus. Die Kundgebung verlief absolut störungsfrei. Erst gegen Ende kam es zu einer kurzen aber heftigen Eskalation. Eine Horde Polizeibeamter stürmte, ohne einen für uns erkennbaren Anlass, in unsere Versammlung. Mehrere Polizist*innen droschen mit Schlagstöcken wüst und blindwütig auf alle Umstehenden, derer sie irgendwie habhaft werden konnten, ein. Mehrere Versammlungsteilnehmer*innen wurden dabei leicht verletzt. Erst im Nachgang teilte der zuständige Kontaktbeamte der Polizei unserer Versammlungsleitung mit, dass seine Kolleg*innen offenbar mutmaßliche Beteiligte einer Auseinandersetzung, die auf der Königstraße stattgefunden haben soll, bis in die Nähe unserer Kundgebung verfolgt hätten. Das brutale Vorgehen gegen unsere Versammlungsteilnehmer*innen erklärte er mit dem “Eifer des Gefechts”. Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass unsere Kundgebung angemeldet und genehmigt war und aus ihr heraus keinerlei Straftaten begangen wurden. Es war daher illegal, unter Gewaltanwendung diese Versammlung auseinander zu treiben. Der Schutz des Versammlungsrechts gilt auch für Antifaschist*innen – ein Umstand, der manchen Polizist*innen offensichtlich zu wider ist.

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