Mehrtägiges Islamisten-Seminar in Duisburger Moschee

Tarik Ibn Ali (Dailymail)
Tarik Ibn Ali (Bildquelle: Dailymail)

Am kommenden Wochenende (25.-27.03.) soll in der einschlägig bekannten Massjid Ar-Rahman-Moschee in Duisburg-Marxloh ein islamistisches Seminar stattfinden. Dazu sind u.a. auch radikale Prediger eingeladen, die mit den Anschlägen vom 13. November vergangenen Jahres in Paris in Verbindung gebracht werden. Nachdem im Oktober letzten Jahres bereits eine Veranstaltung mit dem berüchtigten Salafisten Pierre Vogel in besagter Moschee verhindert werden konnte, fällt diese nun zum wiederholten Male im Zusammenhang mit radikalislamischen Hasspredigern auf.

Unter den eingeladenen Gästen stechen vor allem die Namen Tarik Ibn Ali und Abdelkader Chouaa heraus. Tarik Chadlioui, der unter dem Pseudonym „Tarik Ibn Ali“ auftritt, ist ein belgischer Islamistenprediger. Mehrfach im Jahr reist er durch Europa um seine Botschaften des Hasses zu verbreiten. Dabei unterhält er beste Beziehungen in die islamistischen Szenen verschiedener europäischer Länder, in Deutschland u.a. zu Pierre Vogel und dem seit 2013 in Syrien kämpfenden Djihadisten Dennis Cuspert (besser bekannt als ehemaliger Rapper „Deso Dogg“). Ibn Ali gilt als Kopf hinter der belgischen Gruppierung „shariah4belgium“ und ist außerdem eng mit den Salafisten von „DawaFfm“ und dem deutschen Netzwerk „Millatu Ibrahim“ verbunden – allesamt verbotene und als gefährlich eingestufte Organisationen. Die britische „Dailymail“ berichtet darüber hinaus, dass Ibn Ali unter dem dringenden Verdacht steht, Omar Mostefai – einen der Attentäter auf den Pariser Konzertsaal „Bataclan“ im November 2015 – mit seinen Predigten radikalisiert und aufgehetzt zu haben.

Abdelkader Chouaa (Bildquelle: Atlantico.fr)
Abdelkader Chouaa (Bildquelle: Atlantico.fr)

Auch der Name des marokkanischstämmigen Imams Abdelkader Chouaa taucht seit rund 10 Jahren regelmäßig im Zusammenhang mit internationalem islamistischem Terror auf. Der mittlerweile in Belgien lebende Chouaa ist den dortigen Sicherheitsbehörden einschlägig bekannt. Er wird beschuldigt, Jugendliche für den bewaffneten Terror des „Islamischen Staates“ in Syrien zu rekrutieren und außerdem an den Anschlagsplänen einer islamistischen Terrorzelle beteiligt gewesen zu sein, die im Januar 2015 im belgischen Verviers von der Polizei neutralisiert werden konnte. Abdelkader Chouaa und sein Sohn Abdellah werden weiterhin verdächtigt, in die Pariser Anschläge vom November letzten Jahres verstrickt zu sein. Letztgenannter wurde zusammen mit sieben weiteren Personen wegen des Verdachts auf Beihilfe zu den Anschlägen von den Belgischen Behörden in Untersuchungshaft genommen.

Dass diese islamistische Großveranstaltung ausgerechnet in der Marxloher Massjid Ar-Rahman-Moschee stattfinden soll, ist dabei alles andere als ein Zufall. Bereits letztes Jahr berichteten wir über die Umtriebe dieser Moschee. So werden dort regelmäßig radikalislamistische Veranstaltungen abgehalten, bspw. mit dem Rechtsanwalt Martin Yahya Heising (der den Koran als “bessere Verfassung für Deutschland als das Grundgesetz” bezeichnete) oder Mitgliedern der verbotenen Gruppe „DawaFfm“. 2012 fand in den Räumlichkeiten eine Großrazzia gegen salafistische Netzwerke statt.

Wir halten es für nicht hinnehmbar, dass in Duisburger Moscheen Imame unwidersprochen ihren reaktionäre und menschenverachtende Ideologie predigen können. Terrorverdächtigen Predigern wie Tarik Ibn Ali und Abdelkader Chouaa darf keine Gelegenheit geboten werden, ihre Botschaften des Hasses zu verbreiten. Daher werden wir weiterhin die islamistischen Umtriebe in Duisburg und speziell in der Massjid Ar-Rahman-Moschee im Auge behalten!

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