Rede anlässlich der Demonstration gegen den 1. Geburtstag von Pegida NRW am 18. Januar

Wer von Pegida reden möchte, darf von Duisburg nicht schweigen. Denn Duisburg, dieses Sachsen des Ruhrgebiets, hat wirklich alles zu bieten, was es braucht, um allerlei widerwärtige Zusammenrottungen hervorzubringen: Ein verfallenes Stadtbild, eine ebenso brachliegende Sozial- und Kulturpolitik, die nicht minder marode wirtschaftliche Lage, virulente Perspektivlosigkeit. Diese und viele weitere Indikatoren bewirken, dass reaktionäre und menschenfeindliche Ideologien in zuverlässiger Regelmäßigkeit einen fruchtbaren Nährboden in Duisburg vorfinden.

Um es kurz zu machen: Wir lieben diese Stadt und ihre Leute nicht – ganz im Gegenteil. Denn beinahe jede politische Strömung treibt in Duisburg auf obskurste Art ihr Unwesen. Im Süden der Stadt sind es vornehmlich Nazi-Hools des MSV und Mitglieder der örtlichen Kameradschaft „Nationaler Widerstand“, die sich dort seit Jahren ungestört tummeln. Einschlägige Graffitis im gesamten Stadtbezirk sind stumme Zeugen dieses Treibens, welches zwar durch verschiedenste Vorfälle der Öffentlichkeit bekannt ist, allerdings kaum Beachtung findet. Im Norden der Stadt haben sich wiederum radikalislamistische Gruppierungen eingerichtet. Vom Großteil der autochthonen Bevölkerung unbemerkt kadern sie in Hinterhofmoscheen fleißig für den bewaffneten Djihad. So bestanden u.a. enge Verbindungen zwischen Duisburger Islamisten und der sogenannten „Brigade Lohberg“ aus Dinslaken, welche für den IS in Syrien kämpft. Diese wiederum unterhielt nachgewiesene Kontakte zu den Pariser Attentätern vom November vergangenen Jahres. Flankiert wird diese trübe Melange an Widerlichkeiten von einer antiimperialistischen Linken, bei der man eigentlich gar keine Rechte mehr bräuchte.  Weiterlesen

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Demo und Vorträge zum 1. Geburtstag von Pegida NRW im Januar

Duisburg ist die letzte Bastion von Pegida im Westen der Bundesrepublik. Mit Vortragsveranstaltungen und einer antifaschistischen Demonstration nehmen wir den Jahrestag zum Anlass für Analyse und Kritik der Rassisten und ihrer gesellschaftlichen Bedingungen.

Den Aufruf zur Demonstration sowie alle Vortragsankündigungen und weitere Infos findet Ihr auf
→ www.gesellschaftskritik-duisburg.org.

Vortrag: Deutschland im Flüchtlingswahn

Vortrag und Diskussion mit Frank Kucharsky und Harald Finke im Rahmen der Gegenaktivitäten zum ersten Jahrestag von Pegida in Duisburg.

Zwischen Bäcker, Kiosk und M­ensa, seit Wochen scheint es für die Bundesbürger nur ein Gesprächsthema zu geben: Die Flüchtlingskrise. In Radio und Fernsehen folgen auf Berichte über hysterische Menschen, die jeden neuen Migranten mit Applaus, Äpfeln und Altkleidern frenetisch willkommen heißen, als wären sie die Geretteten, die ihre Retter empfangen, Meldungen über angezündete Flüchtlingsheime und randalierende Neonazis, die zuweilen an die frühen Neunzigerjahre erinnern. Begleitet werden die Nachrichten von ständig aktualisierten Zahlenprognosen über die erwarteten Flüchtlinge. Haben Einschätzungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge den Bundesinnenminister Thomas de Maizière noch von 800.000 Asylsuchenden sprechen lassen, mit denen bis Jahresende zu rechnen sei, erhöhte wenig später Vizekanzler Siegmar Gabriel bereits auf eine Million. Jüngst erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier, dass er mit bis zu 1.5 Millionen Flüchtlingen rechne, nachdem Bild die Zahl in Umlauf gebracht hatte. Die Zeitung kolportierte zudem, dass über 6.5 Millionen Menschen ihren geflohenen Familienangehörigen nachreisen könnten. Deutschland befindet sich offensichtlich längst im Flüchtlingswahn und probt den Ausnahmezustand.  Weiterlesen

Duisburg bleibt Pegida-Hochburg im Westen

12 - Kopie
Rechts im Bild zu erkennen: Ein Beutel mit dem Aufdruck „I Love NS“

Still geworden war es zwischenzeitlich um Pegida in Duisburg. Nachdem die anfängliche Euphorie im Verlauf des Jahres abflaute, verfiel der montägliche Aufzug von Wutbürgern, Hooligans und organisierten Rechten samt seiner Gegenproteste schnell zur unspektakulären Protest-Routine. So war Woche für Woche zu beobachten, wie sich ein Häufchen MLPDler auf der einen Seite der Hamburger Gitter (die ob des geringen Gefahrenpotentials bald durch Flatterband ersetzt wurden) mit den nicht minder personalschwachen Gestalten auf der anderen Seite in lustlosen Wortgefechten erging. Dabei wehten nicht nur auf beiden Kundgebungen Fahnen mit durchgestrichenen Hakenkreuzen, auch glichen sich die skandierten Parolen bis aufs Haar – schließlich reklamieren beide Parteien für sich, die einzig legitime Stimme des „deutschen Volkes“ zu sein. Weiterlesen